Da z´brochne Krug

Frau Martha Rull ist ein Krug zerbrochen worden. Sie klagt gegen Ruppert, den Verlobten ihrer Tochter, vor dem Dorfrichter Adam just in diesem Augenblick, als dessen Amtsführung von einer, mit der Revision des Gerichtswesens beauftragten, Gerichtsrätin geprüft wird.

Ruppert bestreitet die Tat hartknäckig. Da Adam selbst der Urheber des Schadens ist, versucht er verzweifelt an dem Beschuldigten festzuhalten, bzw. einen neuen zu finden. Frau Rulls Tochter Ev deckt Adam aus unerklärlichen Gründen. Erst als Zeugin Brigitte auftritt, die schwerwiegende Verdachtsmomente gegen den Richter vorbringt, und als Adam dennoch kurzerhand eine Gefängnisstrafe über Evs Verlobten verhängen will, bezeugt Ev, dass sie von Adam erpresst worden ist und dieser den Krug zerbrochen hat. Der Richter flieht und wird durch die Gerichtsrätin Walter seines Amtes enthoben.

nach Heinrich Kleist
in bayerischer Fassung von Kirstin Rokita